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Bühler Grün-Alternative prüfen Verbesserungen für Fahrradfahrer

GAL will klares und sicheres Radwegenetz

Bühl. Die Grün Alternative Liste (GAL) will die Bühler Radwege unter die Lupe nehmen. Ein neu gegründeter Arbeitskreises soll Schwachstellen aufdecken und Vorschläge für ein sicheres und klar erkennbares Radwegenetz erarbeiten. Außerdem wird die GAL prüfen, mit welchen Aktionen regenerative Energien stärker gefördert werden können.

Radwege und die Nutzung regenerativer Energien standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag. „Die Stadt Bühl nimmt bei der Planung wenig Rücksicht auf Radfahrer“, bilanzierte Karl Müller vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Situation in der Zwetschgenstadt. So fehlen seiner Meinung nach einheitliche und gut erkennbare Schilder, die auf die bereits bestehenden Radwege hinweisen. Außerdem, so kritisierte Müller, gebe es keine Schulwegeplanung, die auf die Bedürfnisse der Radfahrer abgestimmt sei. Fehlende Abstellplätze nannte er in seiner Negativ-Liste ebenso wie unklare Verkehrssituationen. Die GAL will nun in den kommenden Monaten mit Hilfe einer Arbeitsgruppe die Schwachstellen im Bühler Radwegenetz prüfen und Verbesserungsvorschläge machen.

Welches Potential regenerative Energien haben, erläuterte Johannes Bohn den GAL-Mitgliedern. Bohn ist Förster im Bühler Stadtwald und hat sich intensiv mit Energiefragen beschäftigt. Den gesamten Stadtwald müsse man abholzen, wenn der jährliche Energiebedarf der Bühler Bürger mit Hilfe von Holz gedeckt werden solle, rechnete er vor. Seine anschauliche Rechnung enthält nicht nur den Strom- und Wärmebedarf, sondern auch die nötige Energie für die Herstellung von Konsumgütern.

Ein Drittel des Primärenergieverbrauchs in Deutschland gehe zurück auf die privaten Haushalte, vor allem auf Heizung und Warmwasserbereitung, so Bohn. Insbesondere jedoch bei der Stromerzeugung werde in Deutschland viel Energie verschwendet. Drei Einheiten Kohle müssen demnach verbrannt werden, um eine Einheit Strom herzustellen. Bohn ermutigte die Grün-Alternativen, „Ideen für die Energiezukunft“ in Bühl zu entwickeln. So solle untersucht werden, wo und in welchem Umfang weitere Photovoltaik-Anlagen errichtet werden können. Für größere Häuser hält der Energie-Experte Kraftwärme-Anlagen für sinnvoll, die zugleich Strom und Heizungsenergie für mehrere Wohneinheiten produzieren. Holz dagegen sei vor allem vor allem als „Kohlendioxid-Senke“ sinnvoll, also als Baumaterial und weniger als Brennmaterial. Das im Holz gebundene Gas gelangt dann nicht mehr in die Umwelt. Besonders wichtig sei es darüber hinaus, Energie zu sparen, etwa mit Maßnahmen zur Dämmung von Häusern. Die GAL-Mitglieder nahmen die Anregungen auf und diskutierten über mögliche Initiativen zur Förderung regenerativer Energien.

Die Mitgliederversammlung entlastete schließlich den bisherigen Vorstand und bestätigte Ingrid Walter in ihrem Amt als erste Vorsitzende. Außerdem wählten die Mitglieder Doris Denter, Beate Gässler, Uwe Böhm, Linus Büchel und Bernd Seidl in den neuen GAL-Vorstand.


Von links: Ingrid Walter, Uwe Böhm, Bernd Seidl, Beate Gässler, Linus Büchel


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Nächster GAL-Stammtisch 11. März: Vortrag über Bürgerwasserkraftwerk (hier mehr)