1979
Jugend- und Bürgeraktion (JBA)
wird gegründet!


Die aus größtenteils jungen Erwachsenen bestehende Gruppierung ist enttäuscht über die städtische Jugendpolitik und der Schließung des damals noch selbstver- walteten Haus der Jugend. nach oben

Februar 1980
JBA stellt eigene Kandidaten zur Gemeindewahl auf.


Das vorrangigste Ziel ist mehr Transparenz im Rathaus – nur ein Beispiel: der damalige OB Burger lehnte es ab der JBA einen Haus- haltsplan zu geben, mit der Begründung, dies sei nicht üblich, da könne ja jeder Bühler Bürger kommen und einen Haus- haltsplan wollen. Weitere Ziele sind: - eine sachbezogene Politik ohne Partei- konformismus, - mehr Engagement für die Jugendarbeit, eine Drogenberatungsstelle, einen Abenteuerspielplatz und die Ab- schaffung der Pflichtbeiträge für Kinder- gärten. Die JBA ist gegen den Verkauf des OAG-Geländes; sie möchten in der alten Markthalle ein Kultur- und Bürgerzentrum einrichten. Die JBA spricht sich für den Bau eines Freibades in Bühl und gegen ein Hallenbad in Neusatz aus. Als Grund hierfür wird damals schon der hohe Landschafts- verbrauch angeführt. Sie setzt sich im Bereich Umweltschutz ferner für eine Ver- kehrsberuhigung in der Bühler Innenstadt ein, für den Ausbau der Radwege und für die Errichtung einer Fußgängerzone im Bereich Schwanenstraße und Johannisplatz. Schon damals fordert die JBA die Schuldenlast der Stadt zu verringern. Sie beträgt damals 19 Millionen DM, dies entspricht einer pro Kopf- verschuldung von 870.- DM. Dafür sind 1,3 Mio. Zinsen zu bezahlen, die wiederum 3% der Ausgaben im Verwaltungshaushalt ausmachen. nach oben

20.April 1980
Bürgerinitiative gegen OAG-Verkauf
erstreitet ein Bürger- begehren.


Die Frage zur Abstimmung lautet: „Soll die Stadt Bühl die bebaubare Fläche des ehe-
maligen OAG-Geländes verkaufen? Ja oder Nein.“
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22. Juni 1980
10000 Stimmen oder 4% für die erstmals zur Wahl stehende Jugend- und Bürgeraktion Bühl .


Von den zehn Kandidaten schafft Walter Nagler den Sprung in den Rat. Der Wahl- slogan der Gruppe lautet: „Frischer Wind in den Stadtrat“. Damit ist die Forderung ver- bunden, dass die Bürger Bühls frühzeitig
und umfangreich über wesentliche kommunale Angelegenheiten unterrichtet werden sollen. Das heißt: regelmäßig statt- findende Bürgerversammlungen und die öffentliche Beratung wesentlicher Probleme im Gemeinderat. Die Gruppe arbeitet basisdemokratisch. (Dez. 1981 scheidet W. Nagler aus dem Stadtrat aus)
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Januar 1983
Ablehnung des Haushaltes 1983


Roger Mülberg begründet dies folgender- maßen: „Ein echter Sparwille ist nicht er- kennbar.“ Weitere Kritikpunkte u.a.: Verschwenderischer Umgang mit Energie; fehlende Gelder für den Mietwohnungsbau; erhaltenswerte Gebäude, wie die „Speierer Villa“ oder die OAG werden dem „Verfall preisgegeben“.
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Dez. 1983
JBA lehnt als einzige Bürgervertretung den Haushalt 1984 ab!


Gründe dagegen: fehlende Gelder für sozialen Mietwohnungsbau, zu geringes Engagement gegen das Waldsterben, zu geringer Ausbau des Radwegenetzes, Versagen in der Jugendarbeit, fehlendes Vertrauen in die Verwaltungsspitze und Ignorieren des Wunsches nach einer atomwaffenfreien Zone Bühls.nach oben

1984
Aus der JBA entsteht die Grün-Alternative-Liste Bühl (GAL)

31.Oktober 1984
Die GAL erringt bei der Kommunalwahl gleich zum ersten Mal Fraktionsstatus.

Mit 8,3% der Wählerstimmen ziehen drei Kandidaten in den Stadtrat ein; dies sind Walter Seifermann, Wolfgang Strotzyk und Michael Wunsch. Er erzielt sogar ein Direkt- mandat und sieht die junge Fraktion damit legitimiert. Die GAL bietet den anderen Fraktionen die Zusammenarbeit an. Hauptaugenmerk der GAL sind die Themen Umweltschutz, Stadtkernsanierung, Verkehr und Sozialpolitik. (Ludwig Löschner ersetzt Wolfgang Strotzyk)nach oben

Sept. 1989
Die GAL erstellt und verteilt den
ersten „Sozialen Wegweiser“

für Bühler Bürger/innen.
(kostenlos)nach oben

25.Oktober 1989
Die GAL erreicht erstmals 8,9%
und damit 4 Sitze.


Zum ersten Mal in der Geschichte der GAL sind 2 Frauen vertreten . Dieses sind Bettina Schmoll und Gabriele Nagler. Ebenso können Walter Seifermann und Michael Wunsch wieder in den Stadtrat einziehen. Über das Ergebnis der Wahl sind alle zufrieden, außerdem verlor die CDU die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Damit geht die Hoffnung einher, dass man jetzt eine lebendige Kommunalpolitik betreiben könne mit wechselnden Mehrheiten. Bisher war oft schon vor den Sitzungen bereits alles fest zementiert. (Bärbel Berberich ersetzt Bettina Schmoll.)nach oben

Januar 1990

Die beiden Stadträtinnen loben die erstmals weitgehend öffentlich durchgeführte Beratung des städtischen Haushalts 1990 als „Bereicherung unserer kom- munalpolitischen Kultur“. Die GAL stimmt dem Haushalt mit einer Stimme und einer Enthaltung zu. Sie fordert einen Kinderhort für schulpflichtige Kinder, einen konfes- sionslosen Kindergarten in der Weststadt und die Stelle einer Frauen- beauftragten. Handlungsbedarf im Umweltschutz sieht die GAL vor allem in Bezug auf den Verkehrs- rummel auf der Schwarzwaldhochstraße. Ausserdem setzt sie auf ein Energiekonzept mit Blockheizkraftwerk, Abwärmenutzung und Gasversorgung. Kritik sprach die GAL an den hohen Folgekosten für das Bürgerhaus (3 Mio. DM) aus; zukünftig müsse im Voraus eine Folgekostenrechnung bei neuen In- vestitionen angestellt werden. nach oben

März 1994 GAL zieht mit 10 Männern und 4 Frauen in den Wahlkampf.

Die vermeintliche Eintagsfliege ist zur starken politischen Kraft gereift. Die poli- tischen Ziele für die nächste Legislatur- periode sind folgende: Rigorose Eindämm- ung des Flächenverbrauchs – Bühl muss sich entscheiden, ob es 30000 oder 40000 Ein- wohner will! Verkehrsberuhigung durch eine Fußgängerzone in der Hauptsraße zwischen Bühlertalstraße und Rheinstraße. Ein Ver- kehrskonzept hierfür soll erstellt werden. Mehr Sicherheit für Fußgänger und Rad- fahrer. Attraktive Buslinien in die Stadtteile. Müllgebühren müssen nach Verbrauch er- hoben werden. Die GAL sieht für Bühl die Chance ökologische Zukunftsstadt zu werden! Durch den Einsatz energiesparender Techniken in kommunalen Gebäuden und finanzieller Anreize für Private. Die GAL lehnt einen Regionalflughafen in Söllingen vehement ab. Dies wird ein Millionengrab! Auch der sechsspurige Ausbau der A5 sei ein Zeichen für eine falsche Verkehrspolitik.nach oben

 

12. Juni 1994
Bei der Gemeinderatswahl erreicht die GAL 9,8% der Wählerstimmen!


Durch die Verkleinerung des Gemeinderats wird dieses gute Ergebnis jedoch aufge- fressen. Die GAL erhält nur 3 Sitze, die mit Walter Seifermann, Karl Linz (wird 1998 durch Karl Müller ersetzt) und Udo Mühlberg besetzt werden.nach oben

24.Okt.1999
Die GAL erreicht bei der Kommunalwahl 8,02 % der Stimmen und erhält 3 Sitze.


Walter Seifermann, Karl Müller und Wolfgang Jokerst ziehen in den nun wieder CDU- dominierten Stadtrat ein. nach oben

Mai 1995
GAL stellt den Antrag, dass die Stadt Bühl dem Klima Bündnisbeitritt.


Das Bündnis, das 1992 von der inter- nationalen Staatengemeinschaft in Rio de Janeiro initiiert wurde, sieht folgende Ziele vor. Halbierung der CO 2-Emissionen bis zum Jahr 2010, Stopp für FCKW, Verzicht auf Tropenholz und Erhalt des tropischen Regenwaldes.nach oben

Juli 1999
Die GAL tritt mit 24 Bewerbern, davon sind 10 Frauen bei der Kommunalwahl an.


Mit der neuen Liste verfolgt die GAL folgende Ziele: Verkehrsberuhigung der Hauptsraße; Anschluß an die Stadtbahn nach Karlsruhe; Erhalt historischer und/oder stadtbild- prägender Gebäude, wie z.B. das Lörch- gebäude oder das Bürgerheim; Schaffung eines lebendigen Viertels aus dem ehe- maligen französischen Militärgelände in der Weststadt; keine Neuausweisung von Ge- werbe- und Baugebieten, sondern spar- samer Umgang mit den Konversionsflächen; Nachhaltiger Umgang mit Energie durch Ausschöpfung von Energiesparpotentialen und durch den Einsatz von Blockheizkraft- werken und Sonnenkollektoren; Förderung und Unterstützung von Angeboten für Kinder, Jugendlichen und alleinerziehenden Menschen; aktive Integration von aus-
ländischen Mitbürgern; Teilnahme von Senioren am öffentlichen Leben durch Er- richtung eines Seniorenzentrums und eines Seniorenrates. nach oben

28. Januar 2004       
GAL lehnt Haushalt 2004 ab


Die GAL fordert die begrenzten finanziellen Mittel  für dringliche Projekte, wie z.B. Schulsanierungen und den Turnhallenneubau einzusetzen. Entschieden wurde vom Stadtrat der Bau des Jägerkreisels und der Sportplatzbau in Neusatz.nach oben

28.Februar 2004      
GAL setzt auf Frauen


„Mitmischen-Einmischen-Aufmischen“
Unter diesem Motto lädt die GAL interessierte Frauen zu einem kostenlosen, kommunalpolitischen Seminar ein. Das Ziel ist es, mehr Frauen egal welcher  politischer  Couleur, für die Kommunalpolitik zu ermutigen und zu begeistern. Auch sollen mit diesem „1x1 der Kommunalpolitik“ kommunikative und rhetorische Kompetenzen vermittelt werden. nach oben

13. Juni 2004            
„Mehr Grün für Bühl“

ist das Motto des Wahlkampfes 2004.

Die GAL tritt bei dieser Kommunalwahl erstmals mit einer vollen Liste, das sind 32 Kandidaten und  Kandidatinnen an. Die Liste der GAL hat mit 12 Kandidatinnen den höchsten Frauenanteil aller beteiligter Parteien oder Wählervereinigungen.
Die GAL erzielt 12,6 % aller Stimmen und damit 5 Sitze.
 
In den Stadtrat ziehen ein: Wolfgang Jokerst (ab Februar 2008 rückt Rolf Rohrbacher-Laskowski nach), Walter Seifermann, Thomas Wäldele, Detlev Franz und Ludwig Löschner. Die CDU verliert bei dieser Wahl ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat (20 Sitze von 43).nach oben

Die GAL ist seit 20 Jahren im Bühler Rat vertreten!!!

Seit 20 Jahren setzen sich die „Galier“ für eine umweltfreundliche, nachhaltige und soziale Stadtpolitik ein.  Die bisher geleistete Arbeit kann sich sehen lassen: Die Bühler Mediathek , der Bau einer neuen Realschule, das Bühler Innovations- und Technologiezentrum (BITZ), die Renovierung der Bachschloßschule, die Ablehnung der  Skihalle in Sasbachwalden, der Agenda 21 Prozess und manch andere grüne Ideen konnten in den letzten Jahren angestoßen werden. Für die nächste Wahlperiode liegt der Schwerpunkt der GAL bei der Bildungs-, Verkehrs- und Umweltpolitik. Die gewählten Stadträte wollen sich für die Sanierung der Schulen, für eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt und für alternative Energien stark machen. Ebenso soll die Arbeit der Vereine und das Ehrenamt gefördert werden. Weitere Ziele sind die Gründung einer gentechnikfreien Region Bühl und die Förderung einer Bürgersolaranlage. nach oben

April 2005                 
Die GAL tritt dem Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Region Mittlerer Oberrhein“ bei


Dieses Bündnis, das  durch den BUND Karlsruhe initiiert wurde, möchte erreichen, dass zwischen Bühl und Karlsruhe keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden. Erstmals darf der gentechnisch veränderte Mais „MON810“ europaweit angebaut werden.
Die GAL organisiert Informationsveranstaltungen über die Agrogentechnik.nach oben

Juli 2005                   
GAL weiht  Bürgersolaranlage ein


Die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Tullaschule hat eine Leistung von 32 KWp und führt zur Einsparung von 22300 Kilogramm Kohlendioxid!  Damit möchte die GAL ein Zeichen setzen für die Förderung von erneuerbaren Energien zum Wohle der Menschen und der nachfolgenden Generationen. Das Potential, das Sonne, Wasser, Erdwärme und Wind bieten ist noch lange nicht ausgeschöpft.nach oben

März 2007                 
Die Stadt Bühl tritt dem Bündnis „Gentechnikfreie Region Mittlerer Oberrhein“ bei
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Alle Pächter von landwirtschaftlich genutzten städtischen Flächen dürfen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen.nach oben

 


 
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